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Alamannen oder Alemannen sind ein westgermanischer Stammesverband. Ihr Siedlungs- und Herrschaftsgebiet wurde im Fruhmittelalter als Alamannien bezeichnet. Heute sind sie in den bundesdeutschen Landern Baden-Wurttemberg (nordlich von Stuttgart bis etwa Hohe Ludwigsburg) und Bayern (im Regierungsbezirk Schwaben), in den deutschen Sprachregionen der Schweiz, in Liechtenstein, im Elsass (Departments Unterelsass und Oberelsass) und in den osterreichischen Bundeslandern Vorarlberg und Tirol (Bezirk Reutte) ansassig. Die Bedeutung des Namens, der erstmals 289 n. Chr. in seiner lateinischen Form Alamanni (spater auch Alemanni) erscheint, ist umstritten. Wahrscheinlich bedeutet er einfach "die Manner allgemein". Denkbar sind jedoch auch "alle (wehrfahigen) Manner" oder abwertend "zusammengelaufene, vermischte Manner". Der historische Stammesverband der Alamannen ging uber in den altdeutschen Stamm der Schwaben. Heute bezeichnen sich ein Teil der Bewohner im suddeutschen Sprachraum als "Alemannen". Sie sprechen Dialekte, welche in der Linguistik als alemannische Dialekte bezeichnet werden und pflegen "alemannisches" Brauchtum wie die alemannische Fasnacht. In Baden-Wurttemberg grenzen sich die Bewohner des alten Baden oft als "Alemannen" gegen die "Schwaben" aus Wurttemberg ab. Die (ugs.) Abgrenzung zwischen "Alamannen" und "Alemannen" ist gegenwartig nicht einheitlich. Wahrend fur den historischen Volksstamm bundesdeutsche Archaologen, Denkmalschutzamter und Museen uberwiegend die Bezeichnung "Alamannen" gebrauchen, sprechen bundesdeutsche Historiker sowie Schweizer Archaologen und Museen uberwiegend von "Alemannen".

Andre, Johann (* 28. Marz 1741 in Offenbach am Main; † 18. Juni 1799 ebendort) war ein deutscher Musiker, Komponist und Musikverleger. Ursprunglich Kaufmann, wurde er 1777 Musikdirektor am deutschen Theater in Berlin. Im Jahre 1774 begrundete er in Offenbach einen der ersten Musikverlage, die vom Buchhandel unabhangig waren. Andre komponierte etwa 30 Opern, Balladen und Lieder. Sein Sohn Johann Anton Andre (1775-1842) trat ebenfalls als Komponist und Musiktheoretiker hervor. Nach der Ubernahme des Musikverlags im Jahre 1799 erwarb dieser Mozarts musikalischen Nachla? von Constanze Mozart in Wien. Er erweiterte den Musikverlag kontinuierlich und fuhrte die Lithographie fur den Notendruck ein[Beilage № 9-11]

Andre, Johann Anton (* 6. Oktober 1775 in Offenbach am Main; † 6. April 1842 ebendort) war ein deutscher Komponist und Musikverleger. Er schrieb Opern, Symphonien, Messen, Lieder und das in zwei Banden unvollendet gebliebene "Lehrbuch der Tonsetzkunst". Die Musikalienhandlung mit Musikverlag in Offenbach hatte sein Vater Johann Andre begrundet. Im Jahre 1839 ging er in die Hande von Johann Anton Andres Sohn Johann August (* 2. Marz 1817; † 29. Oktober 1887) uber.

Arnim, Bettina von (* 4. April 1785 in Frankfurt am Main; † 20. Januar 1859 in Berlin), geboren als Elisabeth Catharina Ludovica Magdalena Brentano war eine deutsche Schriftstellerin und eine bedeutende Vertreterin der deutschen Romantik. Bettina nannte sich selbst meist Bettine. Diese Bezeichnung wird heute auch von einigen Biographen verwendet.

Aschaffenburg ist eine kreisfreie Stadt in Bayern und liegt an den Flussen Main und Aschaff, am westlichen Rand des Spessarts und am oberen linken Eck des Mainvierecks. Aschaffenburg ist Teil der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main und gro?te Stadt der Region Bayerischer Untermain. Aschaffenburg gilt als das Tor zum Spessart, und wird wegen seines milden Klimas auch das Bayerische Nizza genannt. Mit seinen knapp 70.000 Einwohnern ist Aschaffenburg zudem nach Wurzburg die zweitgrosste Stadt im Regierungsbezirk Unterfranken.

Bad Kissingen ist Grosse Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Bayern und liegt an der Frankischen Saale, Regierungsbezirk Unterfranken, sudlich der Rhon.

Bad Vilbel ist eine Stadt im hessischen Wetteraukreis, grenzt an den nordlichen Stadtrand von Frankfurt am Main und ist fur seine Mineral- und Heilwasserquellen uberregional bekannt.

Becker, Gottfried Wilhelm (* 22. Februar 1778 in Leipzig; † 17. Januar 1854 in Leipzig) war Arzt und popularwissenschaftlicher Schriftsteller. Becker gehorte zur Gruppe der medizinischen Volksaufklarer des 18. und 19. Jahrhunderts. Sie folgten der in der Aufklarung verwurzelten allgemeinen Tendenz zur Popularisierung in den Wissenschaften und in der Medizin, mit der die Aufklarer die gesellschaftliche Exklusivitat des Wissens beenden wollten. Wegen der Fulle der von ihm veroffentlichen Werke kann man ihn als Polygraphen bezeichnen. Weitere Vertreter seiner Zunft waren beispielsweise Philipp Heineken oder Johann Friedrich Ernst Albrecht. Anhand der von Becker verfassten Bucher nicht-medizinischen Inhalts lasst sich erkennen, dass er am Kriegsgeschehen in bzw. bei Leipzig (Schlacht von Leipzig 1813) direkten Anteil hatte und vermutlich als Feldarzt eingesetzt wurde.

Bieber, ehemals selbstandig, ist ein Stadtteil der hessischen Stadt Offenbach am Main und liegt an dem Bach Bieber, einem Nebenfluss der Rodau. Heute hat der Stadtteil rund 15.000 Einwohner. Die Gemarkung Bieber umfasst etwa 850 Hektar.

Bismarck-Schonhausen, Otto Eduard Leopold von, genannt der Eiserne Kanzler, (* 1. April 1815 in Schonhausen (heute Sachsen-Anhalt); † 30. Juli 1898 in Friedrichsruh bei Hamburg), war ein deutscher Staatsmann. Er war der Grunder und erste Kanzler des Neuen Deutschen Reiches. Vormals war er Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes. Er war seit 1865 Graf von Bismarck-Schonhausen, seit 1871 Furst von Bismarck und seit 1890 Herzog zu Lauenburg. Den Herzogtitel, den er bei seiner Entlassung erhielt, fuhrte er niemals. Er lie? auch Post zuruckgehen, die so adressiert war. Angeblich bevorzugte Bismarck seine schlesische Herrschaft und fuhlte sich durch die ihm zuteil gewordene Herzogswurde herabgesetzt.

Brentano di Tremezzo, Otto von (* 1855; † 1927) war ein deutscher Politiker (Zentrum). Er war Justizminister in Hessen von 1918-1927 sowie Minister des Inneren 1921-1927. 1919/20 gehorte er der Weimarer Nationalversammlung an.

Burgel ist ein Stadtteil der hessischen Gro?stadt Offenbach am Main und liegt im Mainbogen direkt am Main. In Burgel leben 9.441 Einwohner (Stand: 31.12.2005). Mit Rumpenheim und Bieber gehort Burgel zu den drei ehemals selbstandigen Orten, die heute Stadtteile von Offenbach am Main sind.

Busing Palais ist ein neobarockes Stadtpalais in Offenbach am Main. An das Anwesen grenzt der heutige Stadtpark Offenbachs, der Busing-Park, sowie der Lili-Park mit dem Lili-Tempel. Heute gilt das Busing Palais als eines der reprasentativsten Gebaude in Offenbach am Main. Peter Bernard und Johann Georg d?Orville, seiner Zeit bedeutende Fabrikanten, lie?en sich in der zweiten Halfte des 18. Jahrhunderts ein Herrenhaus samt Landschaftsgarten errichten. 1775 nutzte auch der junge Frankfurter Dichter Johann Wolfgang von Goethe dieses Herrenhaus mit Lili Schonemann fur einen Sommer. Mit dem Eigentumswechsel an den Freiherrn Adolf von Busing zu Ende des 19. Jahrhunderts und dem von ihm beauftragten weiteren Ausbau des Herrenhauses zu einem neobarocken Stadtpalais erklart sich die heutige Namensgebung. 1921 ging das Busing Palais in den Besitz der Stadt Offenbach uber, welche das Gebaude als Rathaus nutzte. Im 2. Weltkrieg wurde der Zentralbau des Palais dann bis auf die Au?enmauern zerstort. Mitte des 20. Jahrhunderts schlie?lich fand das Klingspor-Museum sowie die Stadtbibliothek der Stadt Offenbach Einzug in die Flugel des Gebaudes. Der zerstorte Zentralbau wurde nach Vorbild der vergangenen Zeit wieder aufgebaut und beherbergt heute das Offenbacher Standesamt. Heute werden Teile des Busing Palais von einem benachbarten Hotel als Tagungsraumlichkeiten genutzt. Die Stadt Offenbach vermietet Raumlichkeiten des Busing Palais fur Veranstaltungen jeglicher Art. Im Innenhof finden im Sommer zunehmend Konzerte statt[Beilage № 16]

Chatten (lat. Chatti) (auch Katten geschrieben) waren ein germanischer Volksstamm, der im Bereich des Oberlaufes der Lahn und den Talern von Eder, Fulda und Werra ansassig war, was zu gro?en Teilen dem heutigen Niederhessen und Oberhessen, bzw. Nordhessen und z.T. Mittelhessen entspricht. Hessen ist eine spatere Abwandlung des Stammesnamens der Chatten, und die Chatten sind damit die Namensgeber des modernen Hessen. Kerngebiet des chattischen Siedlungsraumes waren die Ebene von Fritzlar-Wabern und das Kasseler Becken sowie die umgebenden Mittelgebirge. Auslaufer des Siedlungsgebietes reichten bis in die au?ersten Randregionen des Rhein-Main-Gebiets hinein, wo die Chatten im 1. Jahrhundert mehrfach Konflikte mit den Romern austrugen. Der Ursprung der Chatten liegt bis heute weitestgehend im Dunkeln, nach neuestem Forschungs- und Kenntnisstand wanderten die Chatten aber nicht als gesonderter Stamm in das Gebiet zwischen Rothaargebirge und Rhon ein. Vielmehr wurden kleinere versprengte Sueben-Gruppen aus der Zeit des Ariovist sowie andere rhein-weser-germanische Volkerschaften und kleinere keltische Ethnien von einer eingewanderten elbgermanischen Herrscherschicht zum Stamm der Chatten vereint.

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) ist eine der beiden deutschen Volksparteien. Sie versteht sich als "christlich-demokratische, liberale und konservative Partei der Mitte". Ziel der CDU ist es, im Gegensatz etwa zum einst rein katholischen ZENTRUM, alle christlichen Konfessionen in einer politischen Partei zu bundeln.Die CDU stellt mit ihrer Bundesvorsitzenden Angela Merkel die amtierende Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Auf europaischer Ebene ist die Europaische Volkspartei (EVP) das Pendant zur CDU. Die EVP wurde am 8. Juli 1976 von der CDU mitbegrundet.

Darmstadt ist einer der drei Regierungsbezirke von Hessen. Er liegt im Suden des Landes. Mehr als die Halfte der hessischen Bevolkerung lebt hier. Der Regierungsbezirk Darmstadt wurde 1945 bei Bildung des Landes Hessen als einer von 3 Regierungsbezirken (neben Kassel und Wiesbaden) errichtet. Er bestand aus 2 raumlich getrennten Teilen, dazwischen lag der Regierungsbezirk Wiesbaden. Der sudliche Teil (in Zeiten des Gro?herzogtums Hessen als Provinz Starkenburg bezeichnet) umfasste die kreisfreien Stadte Darmstadt und Offenbach sowie die Landkreise Bergstra?e, Darmstadt, Dieburg, Erbach, Gro?-Gerau und Offenbach. Der nordliche Teil (fruher Provinz Oberhessen) umfasste die kreisfreie Stadt Gie?en sowie die Landkreise Alsfeld, Budingen, Friedberg, Gie?en und Lauterbach (Hessen). 1968 wurde der Regierungsbezirk Wiesbaden aufgelost und sein Gebiet dem Regierungsbezirk Darmstadt zugeordnet.

Deutsche Krieg von 1866, auch preu?isch-osterreichischer Krieg, Deutsch-Deutscher Krieg, Einigungskrieg oder deutscher Bruderkrieg genannt, war - formell betrachtet - ein Krieg des Deutschen Bundes unter der Fuhrung der Prasidialmacht Osterreich gegen Preu?en und dessen Verbundete, und wurde um die Vorherrschaft in Deutschland (deutsche Lander) ausgetragen. Er endete mit einem Sieg Preu?ens (und seiner Verbundeten) uber Osterreich (und seine Verbundeten) und hatte die Auflosung des Deutschen Bundes zur Folge. Preu?en ubernahm damit von Osterreich die politische Vormachtstellung unter den deutschen Landern und grundete den Norddeutschen Bund. Einige Jahre spater entstand die sogenannte "kleindeutsche Losung", d.h. ein deutscher Nationalstaat ohne die deutschsprachigen Gebiete Osterreichs.

Deutsche Wetterdienst (DWD) mit seiner Zentrale in Offenbach am Main ist der nationale meteorologische Dienst der Bundesrepublik Deutschland. Er erbringt meteorologische Dienstleistungen fur die Allgemeinheit oder auch einzelnen Nutzern, insbesondere der Schifffahrt, der Landwirtschaft und der Wissenschaft. Die Hauptaufgabe dabei ist es, vor wetterbedingten Gefahren zu warnen, um Leben, Besitz, Allgemeinheit und Wirtschaft zu schutzen.

Deutsches Ledermuseum ist ein Museum in Offenbach am Main, welches die weltweite Verwendung des Materials Leder im Kunsthandwerk, in der Kunst und im alltaglichen Leben aufzeigt. Es wurde 1917 von Hugo Eberhardt, dem damaligen Leiter der Technischen Lehranstalten Offenbach, eroffnet. Auf einer Ausstellungsflache von ca. 2.500 m? werden dort mehr als 30.000 Exponate gezeigt. Das Deutsche Ledermuseum befindet sich im Westen Offenbachs und ist in einem 175 Jahre alten umgebauten klassizistischen "Stadtischen Lagerhaus" untergebracht. Das Deutsche Ledermuseum ist ein Mehrspartenmuseum und vereinigt drei Museen unter einem Dach:das Museum fur angewandte Kunst und Industrie mit dem Schwerpunkt Leder das Ethnologische Museum das gro?te Schuhmuseum Europas[Beilage №3]

Drei?igjahrige Krieg von 1618 bis 1648 war zugleich ein Religionskrieg und ein Konflikt um Hegemonie oder Gleichgewicht zwischen den Machten Europas. In ihm entluden sich sowohl die Gegensatze zwischen der Katholischen Liga und der Protestantischen Union innerhalb des Heiligen Romischen Reiches als auch der habsburgisch-franzosische Gegensatz auf europaischer Ebene. So trugen die habsburgischen Machte Osterreich und Spanien ihre dynastischen Interessenkonflikte mit Frankreich, den Niederlanden, Danemark und Schweden aus. Die Feldzuge und Schlachten fanden uberwiegend auf dem Boden des Reiches statt. Als historisch relevant muss zudem die Tatsache gelten, dass durch den Drei?igjahrigen Krieg und seine Folgen eine Einigung der deutschen Kleinstaaten und Furstentumer zu einem Nationalstaat fur lange Zeit verhindert wurde.

Einstein, Albert (* 14. Marz 1879 in Ulm; † 18. April 1955 in Princeton, USA) war einer der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts. Seine Beitrage zur theoretischen Physik veranderten ma?geblich das physikalische Weltbild. Einsteins Hauptwerk ist die Relativitatstheorie, die das Verstandnis von Raum und Zeit revolutionierte. Im Jahre 1905 erschien seine Arbeit mit dem Titel "Zur Elektrodynamik bewegter Korper", deren Inhalt heute als spezielle Relativitatstheorie bezeichnet wird. Seine theoretischen Arbeiten spielten - im Gegensatz zur popularen Meinung - beim Bau der Atombombe und der Entwicklung der Kernenergie keine bedeutende Rolle. Albert Einstein gilt heute fur viele als Inbegriff des Forschers und Genies. Er nutzte jedoch seinen erheblichen Bekanntheitsgrad auch au?erhalb der naturwissenschaftlichen Fachwelt bei seinem Einsatz fur Volkerverstandigung und Frieden. In diesem Zusammenhang verstand er sich selbst als Pazifist, Sozialist und Zionist.

Ems ist ein Fluss bzw. Strom im Nordwesten der Bundesrepublik Deutschland. Er entspringt in Westfalen, flie?t weiter durch Niedersachsen und mundet in die Nordsee. Der Fluss ist 371 km lang, nur 238 km davon sind schiffbar (Emsland). In seinem Unterlauf erreicht er eine mittlere Abflussmenge von 80 m?/Sekunde. Seine Quelle liegt bei Schlo? Holte-Stukenbrock im Kreis Gutersloh, Ostwestfalen.

Ernst II. (* um 1014; † 17. August 1030 bei Burg Falkenstein auf der Baar) aus der Familie der Babenberger war der altere Sohn des schwabischen Herzogs Ernst I. und der Gisela von Schwaben, der spateren Kaiserin.

Falkensteiner, benannt nach der Burg Falkenstein am Donnersberg in der Pfalz, sind ein deutsches Adelsgeschlecht. 1255 erlosch das mit ihnen verwandte Geschlecht von Hagen-Munzenberg im Mannesstamme und die Falkensteiner errangen den Gro?teil des Erbes. Nachdem sie im Rhein-Main-Gebiet Besitz erlangten, erbauten sie die Burg (Neu-)Falkenstein bei Konigstein im Taunus. Den von den Munzenbergern geerbten Ort Offenbach verpfandeten sie 1372 an den Rat der Stadt Frankfurt fur 1.000 Gulden. Im Jahr 1410 haben sie diesen Pfandbrief noch einmal ausdrucklich bestatigt. Uber diesen Pfandbrief ist weiter nichts uberliefert. Die Pfandschaft muss wenig spater eingelost worden sein, denn Offenbach wurde im Gegensatz zu anderen Orten in dem Landstrich nicht nach Frankfurt eingemeindet. Graf Werner III. von Falkenstein (+ 1418) war von 1388 bis 1418 Erzbischof von Trier. Er missachtete die Frankfurter Proteste gegen den Burgenbau in Offenbach und die dortige Zollerhebung und lie? die Sachsenhauser Landwehr zerstoren. Werner III. lie? sogar in Offenbach eigene Munzen pragen, was von der freien Stadt Frankfurt als besondere Provokation aufgefasst wurde. Das Geschlecht der Falkensteiner starb mit dem Tod von Werner III. 1418 im Mannesstamme aus. Der Besitz wurde an die Herren von Eppstein und die Grafen von Solms ubertragen. Ein Teil des Solmsischen Erbes wurde auf das Haus Isenburg-Budingen ubertragen, da Elisabeth von Solms mit Graf Diether von Isenburg verheiratet war.

Frankfurt/Rhein-Main ist eine Wirtschaftsregion und ein stadtischer Ballungsraum im Suden Hessens sowie Teilen der angrenzenden Bundeslander Rheinland-Pfalz (Rheinhessen) und Bayern (Unterfranken). Es ist die zweitgro?te der elf europaischen Metropolregionen in Deutschland.

Frankfurt-Offenbacher Lokalbahn war eine Eisenbahnstrecke zwischen den beiden benachbarten Gro?stadten Frankfurt am Main und Offenbach am Main. Am 23. August 1847 wurde der Guterverkehr auf der Strecke Frankfurt - Offenbach eroffnet, die mit der heutigen Trasse nur wenig gemein hat. Von einem Bahnhof in Offenbach, der spater den Zusatz Lokalbahnhof bekam, fuhrte die Strecke geradewegs nach Westen und traf in Frankfurt-Sachsenhausen auf die Main-Neckar-Eisenbahn. Wo sich heute die S-Bahnstation Lokalbahnhof befindet, war eine Zwischenstation angelegt worden. Seit April 1848 fand auch ein regelma?iger Personenverkehr statt. Eigentumer der Bahn waren die damaligen Bundesstaaten Gro?herzogtum Hessen und Freie Stadt Frankfurt. Nach der Annexion Frankfurts durch Preu?en im Jahre 1866 ging die Bahn teilweise und 1868 ganzlich auf Preu?en uber. Im November 1873 wurde die linksmainische Bebraer Bahn von Hanau uber Offenbach nach Frankfurt eroffnet, die uber den neuen Bahnhofe Offenbach Hauptbahnhof und Frankfurt Sudbahnhof fuhrte. Die Lokalbahnstrecke westlich des alten Sachsenhauser Bahnhofs wurde stillgelegt und abgebaut, um einem neuen Stadtteil Platz zu machen. Der Verkehr auf der Lokalbahn beschrankte sich seitdem auf einen Pendelverkehr zwischen Offenbach Lokalbahnhof und Sachsenhausen (Frankfurt Lokalbahnhof) von 4,7 km Lange. Bald wurde hier ein Taktverkehr eingefuhrt; die Zuge fuhren selbst im letzten Kriegsjahr 1944 alle 30-60 Minuten. Im zweiten Weltkrieg wurde die Strecke durch Bombentreffer beschadigt. Im Offenbacher Stadtgebiet verkehrt heute die S-Bahn auf der ehemaligen Lokalbahntrasse, wenn auch unterirdisch.

Goethe, Johann Wolfgang von (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main als J. W. Goethe; † 22. Marz 1832 in Weimar; auch Gothe) ist als Dichter, Theaterleiter, Naturwissenschaftler, Kunsttheoretiker und Staatsmann der bekannteste Vertreter der Weimarer Klassik. Als Verfasser von Gedichten, Dramen und Prosa-Werken gilt er als bedeutendster deutscher Dichter und als herausragende Personlichkeit der Weltliteratur.

Gotha ist ein Landkreis in der westlichen Mitte Thuringens. Nachbarkreise sind im Norden der Unstrut-Hainich-Kreis, im Nordosten der Landkreis Sommerda, im Osten die kreisfreie Stadt Erfurt, im Sudosten der Ilm-Kreis, im Sudwesten der Landkreis Schmalkalden-Meiningen und im Westen der Wartburgkreis.

Hallstattzeit bezeichnet einen Zeitabschnitt der alteren Eisenzeit. Sie wird nach den Funden in einem ausgedehnten Graberfeld oberhalb des Ortes Hallstatt, im Salzkammergut (Osterreich) benannt. Funde von griechischer Keramik, etruskischen Bronzegefa?en in reichen Grabern und in befestigten Siedlungen auch massaliotische Weinamphoren beweisen Kontakte mit dem Mittelmeerraum, vermutlich uber Massillia und den Rhonelauf. Eisen wurde in der Hallstattzeit noch sparlich verwendet und setzte sich erst in der La-Tene-Zeit durch. Funde spezieller Pferdetrensen und von Dolchen mit durchbrochenem Griff belegen fur Hallstatt Kontakte mit der Steppenzone.

Herder, Johann Gottfried (spater: von) (* 25. August 1744 in Mohrungen; † 18. Dezember 1803 in Weimar) war ein deutscher Dichter, Ubersetzer, Theologe, Beamter und Philosoph der Weimarer Klassik. Er war einer der einflussreichsten Schriftsteller und Denker Deutschlands und zahlt mit Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich von Schiller zum klassischen Viergestirn von Weimar.

Hessische Landbote ist ein von Georg Buchner 1834 geschriebenes und nach redaktioneller Uberarbeitung des Butzbacher Pfarrers Friedrich Ludwig Weidig in Gie?en in einer Auflage von etwa 10000 Stuck veroffentlichtes 8-seitiges Pamphlet. Dieses beginnt nach einem kurzen "Vorbericht" (mit Verhaltensanweisungen an die Leser) mit dem Aufruf: "Friede den Hutten! Krieg den Pallasten!". Die Autoren vergleichen die gesellschaftlichen Zustande im Hessen jener Zeit mit einem veranderten Beispiel aus der Schopfungsgeschichte der Bibel, indem sie fragen, ob im Gegensatz zu dieser die Bauern und Burger am funften statt am sechsten Tage geschaffen worden seien und demzufolge den Tieren zuzurechnen seien, die von den am sechsten Tage erschaffenen Menschen, namlich dem Adel, beliebig beherrscht werden konnten. Au?erdem beschuldigen die Autoren die Justiz als "Hure der Fursten". Sie sei "nur ein Mittel, euch in Ordnung zu halten, damit man euch besser schinde...". Die Obrigkeit reagierte mit mehreren Prozessen heftig auf das Erscheinen des Flugblattes. Buchner wurde steckbrieflich gesucht, konnte aber 1835 uber die franzosische Grenze nach Stra?burg fliehen. Pfarrer Weidig wurde mit anderen Oppositionellen verhaftet und kam ins Zuchthaus. Dort beging er Selbstmord.

Heuss, Theodor (* 31. Januar 1884 in Brackenheim; † 12. Dezember 1963 in Stuttgart) war ein deutscher Politiker (Fortschrittliche Volkspartei, DDP und FDP/DVP). Der Politikwissenschaftler und Journalist war von 1949 bis 1959 erster Bundesprasident der Bundesrepublik Deutschland.

Hoechst AG war eines der drei gro?ten Chemie- und Pharmaunternehmen Deutschlands und 1951 als "Farbwerke Hoechst AG, vorm. Meister Lucius & Bruning" in Frankfurt aus kleineren Betrieben und deren Forschungskapazitaten hervorgegangen. 1999 wurde sie mit Rhone-Poulenc zur Holding Aventis fusioniert. Als Zwischen-Holding der Aventis - die dadurch zum weltweit drittgro?ten Pharmakonzern wurde - waren Hoechst-Aktien weitere 5 Jahre bis Ende Dezember 2004 an der Borse notiert. Nach der Ubernahme durch die franzosische Sanofi-Synthelabo 2004 ist der Name Hoechst endgultig verschwunden. Die verbliebenen deutschen Standorte firmieren heute unter dem Namen Sanofi-Aventis.

Hugenotten ist die seit etwa 1560 gebrauchliche Bezeichnung fur die franzosischen Protestanten. Ihr Glaube ist stark von der Lehre Johannes Calvins beeinflusst. Die Hugenotten wurden in Frankreich insbesondere im 16. und 17. Jahrhundert stark verfolgt. Besonders die Verfolgungen unter Ludwig XIV. ab 1685 losten eine Fluchtwelle von einer Viertelmillion Hugenotten in die umliegenden protestantischen Lander aus. Nach dem Ende der Verfolgung und dem Inkrafttreten der franzosischen Verfassung 1791 setzte sich immer mehr die Bezeichnung Protestanten durch. Die Bezeichnung Hugenotten ist also eigentlich nur fur calvinistische Glaubige fur die Zeit ihrer Verfolgung in Frankreich gerechtfertigt. Die franzosischen Protestanten stellen im vorwiegend katholischen Frankreich heute eine kleine Minderheit dar.

Isenburger Schloss ist ein Renaissance-Schloss in Offenbach am Main. Das mittelalterliche Grafengeschlecht Isenburg lie? es im 16. Jahrhundert errichten. Unter Kunsthistorikern gilt das Isenburger Schloss als bemerkenswertes Renaissanceobjekt. Dies wird durch die unterschiedlich gestalteten Fassaden an der Nord- und Sudseite des Schlosses deutlich. Die Sudseite zur Stadt hin zeigt sich als aufgelockerte Renaissancefassade mit Bogengangen zwischen zwei Treppenturmen, wahrend die dem Main zugewandte Nordseite eine wehrhafte Fassade aus Teilen der alteren Bausubstanz zeigt. Geplant war das Schloss einstmals als Vierflugelschloss. Dieses Bauvorhaben wurde aber nie umgesetzt[Beilage №13 - 14].

Kaiserlei ist ein Stadtteil der hessischen Gro?stadt Offenbach am Main. Er liegt an der Stadtgrenze zu Frankfurt am Main und bildet den westlichen Abschluss des Offenbacher Stadtgebietes. In diesem Stadtteil leben etwa 2.100 Menschen (Stand Dezember 2004). Kaiserlei ist vorrangig durch die angesiedelten Finanz- und Dienstleistungsbetriebe gepragt, auch der Deutsche Wetterdienst hat hier seinen Sitz. Es gibt kaum Wohngebaude in diesem Stadtteil. Durch die fortschreitende Besiedlung bilden hier die Gro?stadte Offenbach und Frankfurt ein fast zusammenhangendes Siedlungsgebiet, im Norden wird Kaiserlei durch den Main begrenzt und im Suden und Westen befindet sich Kaiserlei in direkter Nachbarschaft zum Stadtteil Frankfurt-Oberrad. Kaiserlei liegt an der A 661 westlich der Kaiserleibrucke, die uber den Main fuhrt. Der Autobahnanschluss Offenbach-Kaiserlei mundet in den viel befahrenen Kreisverkehr des so genannten Kaiserlei-Kreisels.

Karl I., der Grosse, lat. Carolus Magnus oder Karolus Magnus, franz./engl. Charlemagne (* wahrscheinlich 2. April 748 in Prum; † 28. Januar 814 in Aachen) aus dem Geschlecht der Karolinger, Enkel von Karl Martell. Seit 768 Konig der Franken (die Kronung fand in Noyon statt) und am 25. Dezember 800 von Papst Leo III. in Rom zum romischen Kaiser gekront. Den Beinamen "der Gro?e" erhielt er bereits zu seinen Lebzeiten.

Karlsbad ist eine Stadt im Nordwesten Tschechiens mit 51.537 Einwohnern (2005) und liegt an der Mundung des Flusschens Tepla in die Eger. Karlsbad gehort zu den beruhmtesten und traditionsreichsten Kurorten der Welt.

Karolinger, abgeleitet von dem frankischen Hausmeier Karl Martell bezeichnet ein Herrschergeschlecht der Franken. Ahnherren der Karolinger sind Arnulf von Metz aus dem Geschlecht der Arnulfinger und Pippin der Altere aus dem Geschlecht der Pippiniden. Die Karolinger herrschten bereits ab 639 mit Unterbrechungen im Frankenreich, jedoch nicht als Konige (die noch fur mehr als ein Jahrhundert Merowinger waren), sondern als Hausmeier. Bis zur Mitte des achten Jahrhunderts konnten sie ihre Macht so weit ausbauen, dass kein merowingischer Schattenkonig mehr ernannt werden musste. Pippin der Jungere wurde 751 mit papstlicher Unterstutzung von den frankischen Adligen zum Konig der Franken akklamiert. Diese Erhebung des Karolingers Pippin zum Konig der Franken markiert den Ubergang von der Vorstellung des Geblutsrechts eines Herrschers hin zum Gottesgnadentum als Begrundung fur die Herrschaftsausubung. Der bekannteste Vertreter der Dynastie, Karl der Gro?e, begrundete das neue westromische Kaisertum, als er am 25.12.800 in Rom von Papst Leo III. zum Kaiser gesalbt und gekront wurde.

Kickers Offenbacher FC ist der gro?te Fu?ballverein in der Stadt Offenbach am Main. Der am 27. Mai 1901 im Restaurant "Rheinischer Hof" in der Offenbacher Herrnstra?e gegrundete Club spielt seit 2005 in der Zweiten Fu?ballbundesliga. In seiner wechselvollen Geschichte gehorte der Club auch schon mehrmals der Bundesliga an.Der Prasident des Vereins ist der fruhere Nationalspieler Dieter Muller.

Klingspor-Museum ist eine Einrichtung der Stadt Offenbach am Main, die im Jahr 1953 als Museum zur modernen Buch- und Schriftkunst gegrundet wurde.Grundstock des Museums bildete die Privatsammlung von Karl Klingspor, der in der ersten Halfte des 20. Jahrhunderts in Offenbach mit seinem Bruder eine Schriftgie?erei betrieb. Diese Schriftgie?erei der Gebruder Klingspor hatte Weltruf. Da die Familien von Rudolf Koch und Rudo Spemann die gesamten kunstlerischen Nachlasse in das Klingspor-Museum gaben, wurde dies in kurzer Zeit zu einer Sammelstatte der modernen Schriftkunst[Beilage №6].

Konzentrationslager Buchenwald war eines der gro?ten Konzentrationslager auf deutschem Boden. Es wurde zwischen Juli 1937 und April 1945 auf dem Ettersberg bei Weimar als Arbeitslager betrieben. Nach der Befreiung 1945 wurde das Gelande von der sowjetischen Besatzungsmacht fur ein Internierungslager genutzt (Speziallager Nr. 2).

KPD-Opposition (Kommunistische Partei-Opposition) war eine 1929 entstandene Abspaltung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Auf Weisung der Kommunistischen Internationale vollzog die KPD-Fuhrung um Ernst Thalmann, Philipp Dengel und Ernst Neumann 1929 eine ultralinke Wende und konzentrierte ihren Kampf auf den "Hauptfeind" SPD (Sozialfaschismusthese). Die fruheren KPD-Vorsitzenden Heinrich Brandler und August Thalheimer lehnten diesen Kurs wie auch die RGO-Politik und die Unterordnung der KPD unter die KPdSU (die interne Entwicklung in der Sowjetunion begann man erst mit den Moskauer Prozessen zu kritisieren) offen ab, pladierten fur den gemeinsamen Kampf von SPD und KPD gegen den wirklichen Faschismus der Nazis und wurden aus der Partei ausgeschlossen. Sie grundeten daraufhin die KPD-Opposition, die aber eine kleine, sich aus Gewerkschaftskadern und Intellektuellen Splittergruppe (ca. 3000-4000 Mitglieder) mit ortlich stark differierendem Einflu? blieb (Hochburgen in Sachsen, Thuringen (in Neuhaus am Rennweg beziehungsweise in Oelsnitz stellte die Partei mit Otto Engert und Otto Karl Bachmann die Burgermeister), Hessen und Wurttemberg).

Kreis Offenbach ist ein Landkreis im Regierungsbezirk Darmstadt, Hessen. Er grenzt an die Landkreise Main-Kinzig-Kreis, Aschaffenburg (Bayern), Darmstadt-Dieburg, Gro?-Gerau, sowie an die kreisfreien Stadte Frankfurt am Main, Offenbach am Main und Darmstadt. Die Kreisstadt ist Dietzenbach.

Kurhessen ist ein Thermalbad in der Grossstadt Kassel (Nordhessen, Deutschland).

La Roche, Marie Sophie von geb. Gutermann von Gutershofen (* 6. Dezember 1730 in Kaufbeuren, † 18. Februar 1807 in Offenbach) war eine deutsche Schriftstellerin. Sie war eine Jugendfreundin von Christoph Martin Wieland und verlobte sich mit ihm. 1753 heiratete sie jedoch - fur Wieland, der in der Schweiz lebte, ganz uberraschend - Georg Michael Franck von La Roche. Von ihren acht Kindern uberlebten nur funf das Kindesalter. Ihre Tochter Maximiliane von La Roche machte sie schlie?lich zur Gro?mutter von Bettina von Arnim und Clemens Brentano. Sophie von La Roche war einige Jahre lang Gesellschafterin bei Graf Friedrich von Stadion auf Schloss Warthausen bei Biberach an der Ri? und unterhielt spater in Ehrenbreitstein bei Koblenz einen literarischen Salon, in dem sie auch Johann Wolfgang von Goethe empfing. Sophie von La Roche verfasste empfindsame Romane (so etwa die 1771 Geschichte des Frauleins von Sternheim). In Offenbach-Burgel ist ihr Grabstein an der Au?enmauer der St. Pankratus-Kirche zu finden.

La-Tene-Kultur (5. Jahrhundert v. Chr.-1. Jahrhundert v. Chr.) ist eine Epoche der jungeren vorromischen Eisenzeit, die in starkem Ma?e mediterrane (griechische/etruskische) Einflusse aufgenommen hat. Namengebender Ort ist La Tene in der Schweiz. Sie entwickelte sich aus der nordwestalpinen Hallstattkultur unter Einfluss aus dem mediterranen Raum als eigenstandige Kunst- und Kulturform, die mit den im 5. Jahrhundert in griechischen Quellen genannten Kelten identifiziert wird. Kulturelle Elemente der La-Tene-Zeit werden im heutigen franzosischen (Frankreich) und im deutschen Kulturraum der Schweiz, Osterreich und im mittleren und westlichen Deutschland gefunden. Abwandlungen kommen gelegentlich auch in Nordwestdeutschland vor. Einzelne Einflusse reichen weiter auf den Balkan.

Lenz, Jakob Michael Reinhold (* 12. Januar/23. Januar 1751 in Se?wegen, Livland [heute Cesvaine, Lettland]; † 24. Mai/4. Juni 1792 in Moskau) war ein deutscher Schriftsteller des Sturm und Drang. Lenz wird als Sohn des pietistischen Pfarrers (ab 1779 Generalsuperintendent von Livland) Christian David Lenz (1720-1798) in Se?wegen, ca. 150 km ostlich von Riga, geboren. Als er 9 Jahre alt ist zieht er mit seiner Familie nach Dorpat, wo der Vater eine Pfarrstelle erhalt. Ein erstes Gedicht wird veroffentlicht, als er 15 Jahre alt ist. Von 1768-1770 studiert er mit einem Stipendium zunachst in Dorpat und dann in Konigsberg Theologie. In Konigsberg hort er auch Vorlesungen von Immanuel Kant, liest auf dessen Anregung Jean-Jacques Rousseau, geht seinen literarischen Interessen nach und vernachlassigt die Theologie. Seine erste eigenstandige Buchveroffentlichung, das Langgedicht Die Landplagen, erscheint 1769. Im April 1776 folgt Lenz Goethe an den Hof nach Weimar, wo ihn die Hofgesellschaft zunachst freundlich aufnimmt. Aber bereits Anfang Dezember wird er auf Betreiben Goethes wieder ausgewiesen. Am fruhen Morgen des 24. Mai/4. Juni 1792 wird Lenz tot in einer Stra?e von Moskau gefunden. Der Ort seines Grabes ist unbekannt.

Limes (lateinisch ursprunglich Grenzweg) bezeichnet einen von den Romern angelegten Grenzwall oder eine ahnliche Uberwachungsanlage an den Reichsgrenzen. Neben der Funktion als militarisches "Fruhwarnsystem" dienten die limites als Zollgrenzen und ihre Grenzubergange als "Marktplatze" fur den Au?enhandel. Daruber hinaus werden auch der aus dem 9. Jahrhundert stammende Sachsenwall (Limes Saxoniae) und der ebenfalls aus dieser Zeit stammende Limes Sorabicus als Limes bezeichnet.

Lorsch, Christian Gottfried (* 11. September 1773 in Nurnberg, † 19. Februar 1830 in Nurnberg) war von 1818 bis 1821 der erste zivile Erste Burgermeister der Stadt Nurnberg nach dem Ubergang an das Konigreich Bayern. Lorsch arbeitet seit 1796 als Advokat in der Stadt und wurde 1801 Mitglied im "Rat der Stadt". Zusammen mit Johannes Scharrer grundete er 1821 die Sparkasse in Nurnberg. Nach ihm ist eine Stra?e im Nurnberger Stadtteil Gleishammer benannt.

Lutheraner sind eine evangelische christliche Konfession, die auf das Wirken Martin Luthers im Zuge der Reformation zuruck geht. Die Evangelisch-Lutherische Kirche ist im Rahmen der reformatorischen Konfessionsfamilie theologisch von den evangelisch-reformierten Kirchen und den unierten Kirchen zu trennen. Diese drei Konfessionstypen in landeskirchlicher Organisation sind konstituierende Mitglieder der Evangelischen Kirche in Deutschland. Die lutherischen Freikirchen, unter ihnen die Selbstandige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), gehoren auf Grund ihrer starken lutherischen Bekenntnisbindung nicht zur Evangelischen Kirche in Deutschland.

Main ist der wichtigste rechte Nebenfluss des Rheins und mit 524 km Flie?strecke der langste Fluss innerhalb Deutschlands. Der Flusslauf fuhrt, fur mitteleuropaische Flusse ungewohnlich, von Osten nach Westen und verlauft dabei entlang mehrerer frankischer Mittelgebirge, historischer Kleinstadte, der markanten Silhouette Wurzburgs und durch das frankische Weinbaugebiet. Kurz oberhalb der Mundung bilden die durch zahlreiche Brucken verbundenen Mainufer Frankfurts einen der schonsten gro?stadtischen Stadtraume Deutschlands. Bei Mainz und Wiesbaden mundet er schlie?lich in den Rhein[Beilage №15].

Maingau (Gau am Main) war in der Zeit des Frankischen Reiches das Siedlungsgebiet im Knie des Mains ostlich von Frankfurt am Main und im nordlichen Odenwald um die Mainzuflusse Rodau, Gersprenz und Mumling, sowie rechts des Mains um Aschaffenburg. Der Maingau lag im Herzogtum Franken, spater im Herzogtum Westfranken (auch Rheinfranken).

Mainlander, Philipp (* 5. Oktober 1841 in Offenbach; † 1. April 1876 in Offenbach), eigentlich Philipp Batz, war ein deutscher Dichter und Philosoph. In seinem Hauptwerk "Die Philosophie der Erlosung", welches im Jahr 1876 erschien, konstruierte er eine destruktive Philosophie der Erlosung, die in ihrer Radikalitat ihresgleichen sucht. Ein Denkmodell dieses Werkes ist die Idee der Schopfung aus dem Selbsttotungsakt eines Gottes, der an seiner Einsamkeit wahnsinnig geworden ist. Konsequent in seinem Denken, erhangte Mainlander sich noch vor Erscheinen seines Buches. Inspiriert ist Philipp Mainlander durch Arthur Schopenhauer, dessen Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung" er wahrend seiner kaufmannischen Ausbildung in Italien kennenlernte. Seinen Namen anderte er in Mainlander aus Liebe an seine Heimatstadt Offenbach am Main.

Mainz (franz. Mayence), gegenuber der Mundung des Mains am Rhein gelegen, ist Landeshauptstadt und zugleich die gro?te Stadt des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Mainz ist Sitz einer Universitat, eines Bistums sowie mehrerer Fernseh- und Rundfunkanstalten und versteht sich als eine Hochburg der rheinischen Fastnacht. Mainz ist eines der funf Oberzentren des Landes Rheinland-Pfalz und bildet mit Wiesbaden ein landerubergreifendes Doppelzentrum. Die Einwohnerzahl der Stadt Mainz uberschritt im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts die Grenze von 100.000, wodurch die Stadt zur Gro?stadt wurde.

Marzrevolution (auch Deutsche Revolution) werden die revolutionaren Ereignisse bezeichnet, die sich zwischen Marz 1848 und Spatsommer 1849 im Deutschen Bund und den zu dessen machtigsten Staaten Osterreich und Preu?en gehorenden Gebieten au?erhalb des Bundes abspielten. In den deutschen Furstentumern nahm die Revolution ihren Anfang im Gro?herzogtum Baden und griff innerhalb weniger Wochen auf die ubrigen Staaten des Bundes uber. Sie erzwang von Berlin bis Wien die Berufung liberaler Regierungen und die Durchfuhrung von Wahlen zu einer verfassungsgebenden Nationalversammlung, die in der Paulskirche in Frankfurt am Main zusammentrat. Bis Juli 1849 wurde der erste Versuch, einen demokratisch verfassten, einheitlichen deutschen Nationalstaat zu schaffen, von uberwiegend preu?ischen und osterreichischen Truppen gewaltsam niedergeschlagen.

Mozart, Wolfgang Amadeus, vollstandiger Name: Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart (* 27. Januar 1756 in Salzburg; † 5. Dezember 1791 in Wien) war ein Komponist der Wiener Klassik. Sein umfangreiches Werk genie?t weltweite Popularitat und gehort zum Standardrepertoire der Klassik.

Novemberpogrome 1938 (bezogen auf die Nacht vom 9. auf den 10. November auch "Reichskristallnacht" oder "Reichspogromnacht" genannt) waren eine vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Zerstorung von Leben, Eigentum und Einrichtungen der Juden im gesamten Deutschen Reich. Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Tod getrieben. Ab dem 10. November wurden um die 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, wo nochmals Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben. Fast alle Synagogen und viele judische Friedhofe in Deutschland und Osterreich wurden zerstort. Die Pogrome markierten fur alle Zeitzeugen sichtbar den Ubergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre spater in den Holocaust an den europaischen Juden mundete.

Oberrad ist ein Stadtteil von Frankfurt am Main. Im Norden wird das Ortsgebiet durch den Main begrenzt, am gegenuberliegenden Ufer liegt der Frankfurter Osthafen im Stadtteil Ostend, im Nordosten grenzt es an den Offenbacher Stadtteil Kaiserlei, im Suden und Westen an Sachsenhausen.

Oberrheingau ist das rechtsrheinische Gebiet ostlich von Worms, der sudlichste Teil Hessens mit den Orten Heppenheim und Burstadt. Im fruhen Mittelalter war der Oberrheingau die zentrale Machtbasis der Robertiner, auf die auch die Grundung des hier gelegenen Klosters Lorsch zuruckgeht. Der Oberrheingau lag im Herzogtum Franken, spater im Herzogtum Westfranken (auch Rheinfranken).

Ober-Roden (Rodermark) ist eine Stadt im Kreis Offenbach, sudlich von Frankfurt am Main und nordlich von Darmstadt.

Offenbach-Post ist eine regionale Tageszeitung, die ihr Verbreitungsgebiet hauptsachlich in der Stadt Offenbach am Main sowie im Landkreis Offenbach findet. Sie wird vom Pressehaus Bintz-Verlag GmbH & Co KG in Offenbach am Main mit einer Auflage von rund 47.000 Exemplaren (Stand: Marz 2004) herausgegeben. Die Zeitung wurde im Jahr 1773 als Offenbacher privilegiertes Real-, Frag- und Anzeigeblatt ins Leben gerufen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus der anfangs nur einmal in der Woche erscheinenden Zeitung eine Tageszeitung mit wechselnder Namensgebung. 1870 wurde die Offenbacher Zeitung OZ an eine telegrafische Nachrichtenagentur angeschlossen. Der Frankfurter Parteiverlag kaufte die Zeitung nach Machtergreifung der Nationalsozialisten schlie?lich 1939, um sie als Parteiorgan zu nutzen. 1947 wurde mit Lizenz der US-amerikanischen Militarregierung die Offenbach-Post gegrundet, die wenig spater im OZ-Verlag aufging. Dem Munchener Verleger Dirk Ippen gehorten durch den Westfalischen Anzeiger bis Ende 2004 50% des Verlags der Offenbach-Post. Zum 1. Januar 2005 ubernahm er auch die restlichen 50%.

Paganini, Nicolo (* 27. Oktober 1782 in Genua; † 27. Mai 1840 in Nizza) war ein italienischer Violinist, Gitarrist und Komponist. Zu seiner Zeit war er der beste und beruhmteste Geiger. Sein au?eres Erscheinungsbild (er war mager, hatte pechschwarzes Haar und ebensolche Augen) und seine brillante Spieltechnik machten ihn bereits zu Lebzeiten zu einer Legende.

Paulskirche in Frankfurt am Main wurde 1789 bis 1833 anstelle der 1786 abgerissenen mittelalterlichen Barfu?erkirche erbaut und diente bis 1944 als evangelische Hauptkirche Frankfurts. In dem klassizistischen Rundbau des Architekten Johann Friedrich Christian Hess tagten 1848 bis 1849 die Delegierten der Frankfurter Nationalversammlung, der ersten frei gewahlten Volksvertretung Deutschlands. Am 18. Marz 1944 brannte die Paulskirche nach einem Bombenangriff aus und wurde nach dem Krieg als erstes historisches Gebaude Frankfurts wiederaufgebaut. Zum hundertsten Gedenktag der Nationalversammlung wurde sie am 18. Mai 1948 als Haus aller Deutschen wiedereroffnet. Seitdem ist sie ein nationales Denkmal und wird hauptsachlich fur offentliche Veranstaltungen genutzt.

Philipp I., genannt der Gro?mutige (* 13. November 1504 in Marburg; † 31. Marz 1567 in Kassel) war Landgraf der Landgrafschaft Hessen (1509/1518-1567). Offizieller Regierungsantritt des Fursten war bereits 1509, faktisch war er jedoch bis 1518 unter Vormundschaft. Seit 1524 war Philipp Anhanger der protestantischen Lehre und wurde zum Vorkampfer der Reformation. 1527 grundete er die Universitat Marburg als erste protestantische Hochschule uberhaupt. Dort fand 1529 das Marburger Religionsgesprach zwischen den Reformatoren Martin Luther und Ulrich Zwingli statt, von dem sich Philipp die Einigung des Protestantismus erhoffte.

Rheinbund (Confederation du Rhin) ist ein unter dem Druck Napoleons I. 1806 in Paris gebildeter Bund deutscher Fursten, die aus dem Verband des Heiligen Romischen Reiches Deutscher Nation austraten. Mit der Unterzeichnung der Rheinbundakte vom 12. Juli 1806 hatten sich ursprunglich 16 sud- und westdeutsche Reichsstande formell vom Reich losgesagt und in einer Konfoderation zusammengeschlossen, als deren "Protektor" Napoleon fungierte. Wenige Tage spater legte Franz II., der bereits 1804 den Titel eines Kaisers von Osterreich angenommen hatte, die deutsche Kaiserwurde nieder und erklarte das Reich fur erloschen. Er folgte damit einem Ultimatum Napoleons. Bis 1808 schlossen sich weitere 23 deutsche Staaten dem Rheinbund an. Schon nach der preu?ischen Niederlage gegen Frankreich im Oktober 1806 traten auch viele mittel- und norddeutsche Kleinstaaten bei. 1808 hatte der Rheinbund die gro?te Ausdehnung: Er umfasste vier Konigreiche, funf Gro?herzogtumer, dreizehn Herzogtumer, siebzehn Furstentumer und die Hansestadte Hamburg, Lubeck und Bremen. Nur Osterreich, Preu?en, Danisch-Holstein und Schwedisch-Pommern blieben abseits. 1810 wurden gro?e Teile Nordwestdeutschlands mit den Mundungsgebieten von Ems, Weser und Elbe dem napoleonischen Kaiserreich unmittelbar einverleibt, um die Kontinentalsperre gegen England besser uberwachen zu konnen. Der Rheinbund war im Wesentlichen ein Militarbundnis, d.h. seine Mitglieder waren verpflichtet, Frankreich hohe Militarkontingente zu stellen. 1813, nach der Niederlage Napoleons in der Volkerschlacht bei Leipzig, brach der Rheinbund auseinander.

Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ist der flachenma?ig zweitgro?te Verkehrsverbund der Welt nach dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Zur Einfuhrung 1995 war der RMV, der seinen Sitz in Hofheim am Taunus hat, der flachenma?ig gro?te Verkehrsverbund der Welt. Das Gebiet des RMV umfasst das Rhein-Main-Gebiet, gro?e Teile Sudhessens, Mittelhessen und Teile Osthessens. Der Verbund hat das Ziel, den Fahrgasten einen einheitlichen Fahrplan und einen einheitlichen Tarif anzubieten. Neben dem ublichen Fahrkartensortiment (Einzelkarten, Zeitkarten) werden auch Jobtickets, Kombitickets und Semestertickets angeboten. Mit den Studierendenschaften (ASten) der meisten Hochschulen im RMV-Gebiet bestehen Vertrage, so dass die Studierenden automatisch mit der Einschreibung ein RMV-AStA-Semesterticket erhalten.

Rosenhohe ist ein Stadtteil der hessischen Gro?stadt Offenbach am Main. Es grenzt an den benachbarten Stadtteil Lauterborn. Der Stadtteil ist gepragt von Einfamilienhausern und Freizeitmoglichkeiten wie einem im Wald liegenden Fitness-Parkcour oder dem einzigen Schwimmbad Offenbachs, dem "Waldschwimmbad".

Rumpenheim ist heute ein Stadtteil von Offenbach am Main. Er liegt im Mainbogen zwischen dem Stadtteil Burgel und der Stadt Muhlheim am Main. In Rumpenheim leben 4672 Menschen (Stand: 31. Dezember 2005). Wahrzeichen von Rumpenheim ist heute das im 2. Weltkrieg durch Bomben zerstorte und mittlerweile vollstandig renovierte Rumpenheimer Schloss. Der Name der Siedlung begrundet sich auf einen nahe gelegenen Weiher, der ebenfalls den Namen "Biebernsee" tragt. Die Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute fuhrt durch Rumpenheim.

Rumpenheimer Schloss ist ein dreiflugeliges Landgrafenschloss in Offenbach am Main. Es ist Wahrzeichen des gleichnamigen Stadtteils Rumpenheim. An die Anlage angeschlossen findet sich der weitlaufige Rumpenheimer Schlosspark. Das Rumpenheimer Schloss wurde in den letzten Jahren saniert. Es beherbergt heute private Wohnungen. Wahrend des 19. Jahrhunderts trafen sich im Rumpenheimer Schloss Personlichkeiten wie der osterreichische Kaiser Franz Joseph, Russlands Zar Alexander III. sowie die danischen Konige Christian IX. und Friedrich VII.. Der Grundbau des heutigen Schlosses geht auf Georg Seiffert von Edelsheim zuruck. Er bekam 1674 das Gut und Dorf Rumpenheim von Graf Friedrich Casimir von Hanau als Lehen, da er sich gro?e Verdienste um die Grafschaft zu Eigen gemacht hatte. Das Lehen wurde auch auf seine mannlichen Nachkommen ausgedehnt. Johann Georg von Edelsheim kaufte mehrere Grundstucke am Main dazu und erbaute ab 1678 ein Herrenhaus, welches spater zum Mittelbau des Schlosses wurde. Neunzig Jahre spater, 1768 verkaufte die Familie von Edelsheim mit Einwilligung ihrer Lehnsherren das Lehen an Prinz Karl von Hessen-Kassel. Er erweiterte das Herrenhaus 1771 zu einem furstlichen Landsitz. Seine Mutter Landgrafin Marie nutzte das Schloss bis zu ihrem Tod 1772 und stattete es entsprechend aus. Ende des Jahres 1781 verkaufte Karl das das Schloss seinem Bruder Prinz Friedrich von Hessen-Kassel. Er erweiterte das Schloss in den Jahren 1787 - 1788 zu einer dreiflugligen Anlage. Diese Erweiterung entspricht dem heutigen Erscheinungsbild des Schlosses. Au?erdem gestaltete er die Gartenanlagen neu. 1863 wurde hier dem Prinzen Wilhelm von Schleswig-Holstein-Glucksburg die griechische Konigskrone angetragen, die er dann auch annahm. Im Zweiten Weltkrieg 1943 wurde der Mittelbau durch Bomben zerstort. Witterungseinflusse setzten der Bausubstanz der Restgebaude in den Folgejahren erheblich zu. 1965 erwarb die Stadt Offenbach das Schloss und den zugehorigen Schlosspark. Lange Zeit wurde an der Ruine nichts verandert. Wahrend auf Druck einer Burgerinitiative zunachst die Seitenflugel zu Wohnungen umgebaut wurden, blieb der stark zerstorte Mittelbau noch langere Zeit unberuhrt. Mittlerweile ist auch dieser Teil saniert und zu Wohnungen ausgebaut[Beilage №17].

Schonemann, Anna Elisabeth (* 23. Juni 1758 in Offenbach; † 6. Mai 1817 in Stra?burg) ging als Goethes "Lili" in die Literaturgeschichte ein. Lili war die Tochter eines vermogenden Frankfurter Bankiers. Ihre Mutter entstammte der adligen Hugenottenfamilie d'Orville. Die musikalische Sechzehnjahrige lernte Goethe bei einem Hauskonzert kennen und verlobte sich im Fruhjahr 1775 mit ihm. Beide standen in einem eigenartigen Liebesverhaltnis zueinander, welches man ohne gro?e Muhe aus Goethes Gedicht 'Lilis Park' herauslesen kann:
"Ist doch keine Menagerie so bunt
als meiner Lili ihre!
Sie hat darin die wunderbarsten Tiere
Und kriegt sie 'rein, wei? selbst nicht wie,
Die armen Prinzen allzumal,
In nie geloschter Liebesqual! (...)"
Drei Jahre nach der Trennung von Goethe heiratete Anna Elisabeth Schonemann den Freiherrn Bernhard von Turckheim, Bankier und damals Burgermeister von Stra?burg, spater Prasident des dortigen Konsistoriums. Wahrend der franzosischen Revolution 1793 von der Jakobinerherrschaft bedroht, musste die Familie fliehen. Als Bauerin verkleidet erreichte Lili mit ihren Kindern die deutsche Grenze. In der Emigration lebte sie einige Zeit in Erlangen, wo sich ihr uberaus starker Charakter als Stutze der Familie bewahrte. Spater kehrte sie nach Stra?burg zuruck. Am Anfang des 19. Jahrhunderts kam es noch einmal zu einem kurzen Briefwechsel mit Goethe, als sie ihn, allerdings vergeblich, um seine Protektion fur einen jungen Bekannten bat. Als Vorbild zweier Frauengestalten Goethes, Stella und Dorothea, ging Lili Schonemann in die Literaturgeschichte ein[Beilage №4 - 5].

Schopenhauer, Arthur (* 22. Februar 1788 in Danzig, † 21. September 1860 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Philosoph. Er vertrat als einer der ersten Philosophen des 19. Jahrhunderts und mit widersprechendem Ansatz zum Lehrer Immanuel Kant die Uberzeugung von der Irrationalitat des Universums.

Seligenstadt ist eine hessische Stadt, die am Main liegt. Seligenstadt ist eine der altesten Stadte Deutschlands und war bereits zur karolingischen Zeit von Bedeutung.Seligenstadt ist eine von 13 Stadten und Gemeinden im Kreis Offenbach. Die Stadt liegt ca. 25 km sudostlich von Frankfurt am Main am linken Flussufer des Main, direkt benachbart zu Bayern.

Senefelder, Alois (* 6. November 1771 in Prag; † 26. Februar 1834 in Munchen) war ein osterreichischer Schauspieler und Theaterschriftsteller und der Erfinder der Lithographie bzw. des Steindrucks. Er entdeckte bei Vervielfaltigungsversuchen von Musiknoten, dass Solnhofer Plattenkalk , ein ausgesprochen feinkorniger, mit der Schichtung eben spaltender Kalkstein, mit Fettkreide oder Tusche beschrieben und mit Scheidewasserlosung geatzt, nur an den beschriebenen Stellen Druckfarbe annahm. 1797 baute Senefelder eine brauchbare Stangenpresse fur dieses Flachdruckverfahren und machte dann auch Versuche im Mehrfarbendruck. Seine Erfindung nannte er chemische Druckerei oder Steindruckerei, die in Frankreich seit etwa 1803 Lithographie genannt wurde. 1826 gelang Senefelder der Druck farbiger Blatter und 1833 der Druck auf Stein ubertragener Olgemalde auf Leinwand[Beilage №7 - 8].

Steinzeit- so bezeichnet man im allgemeinen Sprachgebrauch den Zeitabschnitt der Menschheitsgeschichte, bevor die technische Nutzung von Metallen bekannt war. Die Steinzeit ist die alteste Stufe des von dem danischen Altertumsforscher Christian Jurgensen Thomsen und anderen seit 1830 propagierten Dreiperiodensystems, welches die Ur- oder Vorgeschichte in die Steinzeit, die Bronzezeit und die Eisenzeit unterteilt. Die Steinzeit selbst wird wiederum dreigeteilt in Palaolithikum (Altsteinzeit), Mesolithikum (Mittelsteinzeit) und Neolithikum (Jungsteinzeit)

Sturmabteilung (kurz SA) war die paramilitarische Kampforganisation der NSDAP wahrend der Weimarer Republik und spielte eine entscheidende Rolle beim Aufstieg der Nationalsozialisten. Nach der "Machtergreifung" kurzzeitig auch als Hilfspolizei eingesetzt, verlor die SA im Sommer 1934 nach den Sauberungen zur Abwehr eines angeblichen "Rohm-Putsches" in der Zeit des Nationalsozialismus weitgehend an Bedeutung zugunsten der SS.

Tempelsee ist ein Stadtteil der hessischen Gro?stadt Offenbach am Main. In Tempelsee leben etwa 4.467 Menschen (Stand Dezember 2004). Der Stadtteil liegt im Suden Offenbachs und ist im Osten durch den Burgeler Wald (auch Amerika Waldchen) von Bieber abgegrenzt. Im Suden liegt der Offenbacher Stadtwald und nach Westen grenzt der Vorderwald den Stadtteil von der Offenbacher Rosenhohe ab. Nach Norden wird Tempelsee durch den Buchhugel begrenzt. Benannt ist der Stadtteil nach einer alten Muhle, die noch bis ins 20. Jahrhundert durch das Wasser des Hainbaches angetrieben wurde. Der See nachdem diese Muhle benannt war, erhielt seinen Namen nicht etwa von einem Tempel, welcher hier gestanden hat. Der Begriff leitet sich von Tumpel ab. Seit mindestens 1854 ist diese Muhle uberliefert.

Trizone ist die Bezeichnung fur den Teil Deutschlands, der nach dem Zweiten Weltkrieg von den drei westlichen Siegermachten USA, Gro?britannien und Frankreich besetzt wurde. Nachdem die amerikanische und die britische Militarregierung mit dem Wirtschaftsrat der Bizone eine gemeinsame demokratische Verwaltungsstruktur fur ihre zum Vereinigten Wirtschaftsgebiet zusammengeschlossenen zwei Zonen geschaffen hatten, schloss sich Frankreich mit seiner Besatzungszone im Sudwesten Deutschlands dieser Entwicklung im August 1948 nur zogerlich an. Immerhin wurde die Wahrungsreform im Jahre 1948 gemeinsam durchgefuhrt.

Ulrich, Carl (* 28. Januar 1853 in Braunschweig; † 12. April 1933 in Darmstadt) war deutscher Politiker und erster Staatsprasident des Volkstaates Hessen (1919-1928). Ulrich wird als Sohn eines Schusters geboren und erlernt zunachst das Handwerk des Metalldrehers. Ab 1872 geht er auf Wanderschaft, die Ihn schlie?lich nach Mannheim und Offenbach fuhrt, und wahrend der er erstmals intensiven Kontakt zur Arbeiterbewegung aufnimmt. Dabei tritt er in Augsburg erstmals offentlich als Redner auf. 1875 nimmt er als einer der jungsten Delegierten am Grundungsparteitag der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands teil. 1875 wird Ulrich hauptberuflicher Redakteur der sozialdemokratischen Neue Offenbacher Tageszeitung, spater auch Geschaftsfuhrer der Genossenschaftsdruckerei. 1885 wird Ulrich gemeinsam mit Franz Jost als erster Sozialdemokrat in den Landtag des Gro?herzogtums Hessen-Darmstadt gewahlt, dem er bis 1931 angehort. Bis Ende der 1880er Jahre steigt er zum unbestrittenen Parteifuhrer der hessischen SPD auf. Ab 1890 ist er auch Abgeordneter des Reichstages, dem er bis 1930 angehort (mit Unterbrechung 1903-1907). Von 1896 bis 1918 ist er zusatzlich Stadtverordneter Offenbachs. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wird Ulrich am 21. Februar 1919 zum Ministerprasidenten des Volksstaates Hessen gewahlt. Nach dem Inkrafttreten der neuen Landesverfassung wird er am 20. Marz 1920 zum Staatsprasidenten, der neuen Bezeichnung des hessischen Regierungschefs, vereidigt. Wahrend seiner Amtszeit wird in Hessen-Darmstadt u.a. die allgemeine Volksschule eingefuhrt.Im Jahr 1928 ubergibt er, schon 75-jahrig, das Amt des Staatsprasidenten an den Sozialdemokraten Bernhard Adelung. Carl Ulrich liegt auf dem Alten Friedhof in Offenbach am Main begraben[Beilage №12].

Urnenfelderkultur folgte in Mitteleuropa auf die Hugelgraber der mittleren Bronzezeit. Sie dauerte von etwa 1350 v. Chr. bis 800 v. Chr. und umfasst die Spatbronzezeit. Der Begriff Urnenfelderkultur geht auf den suddeutschen Prahistoriker Ernst Wagner zuruck. Die Kultur wird anhand ihrer Bestattungssitte definiert: Die Toten wurden verbrannt, der Leichenbrand wurde in einem Tongefa? (Urne) beigesetzt. Diese Bestattungen werden als Graberfelder vorgefunden (daher der Name Urnenfelderkultur). Teilweise wurden Urnen weiter in Grabhugeln deponiert.

Vichy ist eine Stadt in der franzosischen Region Auvergne und mit 26.528 (1999) Einwohnern nach Montlucon die zweitgro?te Stadt im Departement Allier. Die Stadt ist Sitz der Unterprafektur des Arrondissements Vichy, dieses besteht aus elf Kantonen, sie ist Hauptort der Kantone Vichy-Nord und Vichy-Sud. Die Stadt gilt als das bedeutendste Heilbad von Frankreich. Heute wird der Ort von jahrlich ca. 30.000 Gasten besucht.

Volksstaat Hessen entstand nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Gro?herzogtum Hessen. Darmstadt war Landeshauptstadt. Der Begriff "Volksstaat" bedeutet, genauso wie "Freistaat" in anderen deutschen Landern, nichts anderes als Republik (im Gegensatz zur bisherigen Monarchie)[Beilage №2].

Wieland, Christoph Martin (* 5. September 1733 in Oberholzheim bei Biberach an der Ri?; † 20. Januar 1813 in Weimar) war ein deutscher Dichter, Ubersetzer und Herausgeber. Wieland war - neben Gotthold Ephraim Lessing und Georg Christoph Lichtenberg - der bedeutendste und reflexionsmachtigste Schriftsteller der Aufklarung im deutschen Sprachgebiet und der Alteste des klassischen Viergestirns von Weimar (siehe auch Johann Gottfried von Herder, Johann Wolfgang von Goethe).

Wiener Kongress (18. September 1814 bis 9. Juni 1815) war eine Konferenz aller politischen Machte Europas, die sich anlasslich der Niederlage des napoleonischen Frankreichs im vorangegangenen Fruhjahr zur Neuzeichnung der politischen Landkarte des Kontinentes im Sinne des Legitimitatsprinzips versammelte. Leiter des Kongresses war Furst von Metternich. Er wird als Beginn der metternichschen Restauration angesehen. Die Verhandlungen wurden auch fortgefuhrt, als Exkaiser Napoleon I. aus dem Exil zuruckkehrte und seine Macht in Frankreich im Marz 1815 wiederherstellte. Die Schlussakte des Kongresses wurde neun Tage vor Napoleons endgultiger Niederlage bei Waterloo unterzeichnet.

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